Topinambur ist in unseren Breiten nicht sehr bekannt. Es zahlt sich jedoch aus, dem Wurzelgemüse eine Chance zu geben. Es handelt sich dabei um ein Sonnenblumengewächs, an deren Wurzeln Knollen wachsen, die unter der bräunlich-violetten Schale weißes Fleisch verbergen. Die Konsistenz ist wässrig, der Geschmack süßlich bis nussig.
Vor allem ist das Gemüse sehr gesund. Im Gegensatz zur Kartoffel enthält es keine Stärke, sondern Inulin, ein stärkeähnliches Kohlehydrat, das präbiotisch wirkt. Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsinhaltsstoffe, die die Aktivität bzw. das Wachstum der körpereigenen Bakterienstämme im Dickdarm stimulieren - z.B. Ballaststoffe, wie sie auch in natürlichen Nahrungsmitteln vorkommen, wie Inulin oder Oligofructose. Diese gelangen unverdaut in tiefere Darmabschnitte und erhöhen signifikant die Anzahl der gesundheitsfördernden Bifidobakterien im Dickdarm. Zuckerkranke vertragen Inulin besser als Stärke, weshalb Topinambur auch als Diabetiker-Kartoffel bekannt ist. Es enthält nur 30 Kalorien pro 100 g und ist durch einen hohen Ballaststoffgehalt schnell sättigend.
Also ran an die kleine Knolle!